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Zwei Männer in einer Autowerkstatt
Arbeitssuchende fördern

Mit Lehre gegen den Fachkräftemangel

Zana Omar machte über die Zukunftsstiftung des AMS Vorarlberg seine Lehrausbildung zum Kfz-Techniker beim Autohaus Linher-Koch in Feldkirch.

Die Lehrausbildung ist für Unternehmen ein zentrales Instrument, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern. Das gilt auch für das Autohaus Linher-Koch in Feldkirch. „Derzeit absolvieren 18 Personen ihre Lehrausbildung bei uns“, berichtet Markus Eichhorner, Geschäftsführer Autohaus Linher-Koch. „Die meisten werden im Bereich Kfz-Technik ausgebildet, darüber hinaus bieten wir Lehrstellen in den Bereichen Büro, Lagerlogistik sowie Spengler- und Karosseriebautechnik an.“

Besonders herausfordernd gestaltet sich die Suche nach qualifizierten Kfz-Technikerinnen und Kfz-Technikern, wie Eichhorner weiß. „Am Arbeitsmarkt ist es kaum möglich, gut ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich zu finden. Gleichzeitig erhalten wir für offene Stellen im Büro oder in der Lagerlogistik eine Vielzahl an Bewerbungen, darunter auch von Personen mit akademischer Ausbildung.“

Mit Ausbildung den Grundstein für Integration legen

Um möglichst vielen jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, setzt das Autohaus Linher-Koch neben der regulären Lehrlingsausbildung auf das Ausbildungsmodell der Zukunftsstiftung des AMS Vorarlberg, das von der INTEGRA Vorarlberg gem. GmbH umgesetzt wird. „Wir haben bereits mehrere Jugendliche über dieses Modell ausgebildet und durchwegs positive Erfahrungen gemacht“, schildert der Geschäftsführer.

Dabei erhalten auch Menschen mit Migrationshintergrund die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung. „Gerade junge Männer, die aus Krisengebieten nach Vorarlberg geflüchtet sind, brauchen möglichst rasch eine Perspektive und eine sinnvolle Beschäftigung“, ist Eichhorner überzeugt. „Für mich ist Arbeit der Schlüssel zu einer gelungenen Integration.“

Schritt für Schritt in eine erfolgreiche Zukunft

Einer, der sich bereits erfolgreich integriert hat, ist Zana Omar. Der 28-Jährige kam 2014 aus Syrien nach Vorarlberg, um sich nach den Kriegserfahrungen in seiner Heimat ein Leben in Sicherheit und mit neuen Perspektiven aufzubauen. „Ich habe mir ziemlich rasch die Grundkenntnisse der deutschen Sprache angeeignet“, erinnert sich Omar. „Über die Polytechnische Schule Montafon habe ich dann meinen Pflichtschulabschluss nachgeholt.“

Markus Eichhorner, Geschäftsführer im Autohaus Linher-Koch
in Feldkirch (rechts), mit Kfz-Techniker Zana Omar.

Schritt für Schritt arbeitete er an seiner Zukunft. Er erwarb den Führerschein der Klasse B und sammelte erste Erfahrungen in der Lehrausbildung zum Kfz-Techniker. Doch der Einstieg verlief nicht wie erhofft. „Bei meinem ersten Lehrbetrieb hat es nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Nach dem zweiten Lehrjahr brach er die Ausbildung ab und machte sich auf die Suche nach einem neuen Lehrbetrieb. „Das war gar nicht so einfach. Kaum jemand wollte mich im dritten Lehrjahr übernehmen“, erinnert er sich.

Dass es schließlich mit der Übernahme beim Autohaus Linher-Koch geklappt hat, ist nicht zuletzt seiner Eigeninitiative und seinem selbstbewussten Auftreten zu verdanken. „Ich bin einfach persönlich vorbeigekommen und habe meine Bewerbungsunterlagen an der Information abgegeben“, erzählt Omar. Drei Monate später folgte der ersehnte Anruf. „Ich wurde zu zwei Schnuppertagen eingeladen, und es hat sofort gepasst, sowohl für mich als auch für das Unternehmen.“

Ein Gewinn für das Unternehmen

Im Mai 2026 schloss Zana Omar seine Lehre zum Kfz-Techniker über das Ausbildungsmodell Zukunftsstiftung erfolgreich ab und ist heute ein fixer Bestandteil des Teams im Autohaus Linher-Koch. „Zana hat sich bei uns hervorragend entwickelt“, zeigt sich Eichhorner zufrieden. „Man merkt, wie stolz er darauf ist, bei uns zu arbeiten. Er geht mit großer Motivation an seine Aufgaben heran und nutzt jede Gelegenheit, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Für unser Team ist er eine echte Bereicherung.“

Begleitet wird die Ausbildungszeit von INTEGRA Vorarlberg, die Kosten dafür werden vom AMS übernommen. „INTEGRA nimmt uns vieles ab, von der Unterstützung bei der Wohnungssuche bis hin zur sozialpädagogischen Begleitung bei persönlichen oder beruflichen Herausforderungen“, erklärt Eichhorner. „Insgesamt ist die Zukunftsstiftung des AMS für uns ein hervorragendes Instrument, um motivierte Menschen zu qualifizierten Fachkräften auszubilden. Dieses Angebot werden wir auch künftig gerne nutzen.“

Weitere Informationen zur Zukunftsstiftung Vorarlberg des AMS

Personalvermittlung mit dem AMS

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Wir bringen Arbeitsuchende und Unternehmen zusammen. Durch persönliche Vermittlung, die Online-Jobplattform „alle jobs“ sowie in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten. zusammenbringen.ams.at

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