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Schweißer bei der Arbeit
Personal finden

Projekte zur Fachkräftegewinnung

Mit rund 140 Lehrlingen ist die Liebherr-Werk Nenzing GmbH der zweitgrößte Ausbildungsbetrieb in Vorarlberg. In zehn Lehrberufen bildet das familiengeführte Technologieunternehmen junge Menschen zu Fachkräften aus. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen und dem hohen Engagement in der Lehrausbildung hat auch der Pionier in Sachen technologischer Innovation Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. „Derzeit haben wir rund 100 offene Stellen, von der Konstruktion bis zur Montage“, erzählt Gabriele Gruber, Assistentin der Geschäftsführung Produktion bei Liebherr, „wobei sich gerade in den letzten zwei Jahren die Lage doch deutlich zugespitzt hat.“

Qualifizierung von Quereinsteiger_innen in der Produktion

Für den Fachkräftebedarf liegen zwei wesentliche Gründe vor, zum einen das steigenden Auftragsvolumen und zum anderen der Rückgang von geeigneten Bewerber_innen. Um den Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, braucht es wirksame Strategien. So hat das Unternehmen unter dem Arbeitstitel „Fit for Job“ ein internes Projekt für den Bereich Produktion ins Leben gerufen.

„Wir haben von der Geschäftsführung den Auftrag bekommen, berufliche Quereinsteiger auf Tätigkeiten, die bei uns gefragt sind, auszubilden“, erklärt Gabriele Gruber, die Leiterin des Projekts „Fit for Job“, „dazu haben wir ein Konzept erstellt und die Zusammenarbeit mit dem AMS gesucht.“ Schnell wurde durch Guntram Schöch, strategischer Personalentwickler bei Liebherr, Kontakt zu Oliver Wellschreiber, Unternehmensberater im AMS Bludenz, aufgenommen und die Möglichkeiten besprochen, wie motivierte Arbeitsuchende für eine Ausbildung in den Bereichen Lackiertechnik und Schweißtechnik zu gewinnen sind.

AMS-Jobbörse im Rahmen des Projektes „Fit for Job“

So wurde die Idee geboren, eine gemeinsame Jobbörse in Form eines Speeddatings zu veranstalten. Diese fand am 7. März 2024 im AMS Bludenz statt, zu der 22 Personen erschienen sind. Zehn davon konnten in den Vorstellungsgesprächen überzeugen und wurden zu Schnuppertagen eingeladen. „Wir sind mit dem Ergebnis der Jobbörse sehr zufrieden“, so Gruber, „schlussendlich konnten wir zwei Personen übernehmen, die bei uns zum Schweißer qualifiziert werden.“

Von links nach rechts: Bettina Küng, Guntram Schöch, Gabriele Gruber, Christian Müller,
Daniel Gassner (Liebherr) mit Bernhard Bereuter und Oliver Wellschreiber (AMS).

Dafür wurden spezielle Ausbildungsinseln geschaffen und ein Schweißtrainer bereitgestellt, der für die fachliche Qualifizierung und Betreuung zuständig ist. Und was Gabriele Gruber besonders freut, ist die Tatsache, dass über die Jobbörse auch zwei junge Menschen gefunden wurden, die sich für eine Lehre im Bereich Stahlbau-Schweißtechnik entschieden haben, ein Lehrberuf, der von Liebherr eigens für die speziellen Anforderungen im Unternehmen geschaffen wurde.  

Hochqualifizierte Schweißer auf den Philippinen

Ein Projekt spezieller Art ist das Anwerben von Fachkräften auf den Philippinen. Aufgrund der Erfahrungswerte des Liebherr-Werks in Sunderland, Großbritannien, haben sich die Verantwortlichen in Vorarlberg dazu entschlossen, über eine Vermittlungsagentur in Manila direkt in Kontakt mit potenziellen Mitarbeitenden auf dem asiatischen Inselstaat zu kommen. Mitte Oktober letzten Jahres war es dann so weit.

Neben den Vertretern der Liebherr-Werk Nenzing GmbH waren auch Vertreter anderer Werke vor Ort und konnten sich von den beruflichen Qualitäten der Schweißer überzeugen. „Wir haben Menschen kennengelernt, die sehr gut qualifiziert sind und unbedingt arbeiten möchten, Menschen mit einer hohen Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude“, schildert Daniel Gassner, Leiter Stahlbau beim Liebherr-Werk Nenzing, seine Erfahrung auf den Philippinen. Geplant war, acht Fachkräfte einzustellen. Doch das Einstellungs-Prozedere zieht sich nun schon über mehrere Wochen. „Stand heute wissen wir noch nicht, wann und wie viele Fachkräfte schlussendlich bei uns beginnen dürfen“, so Personalentwickler Schöch.

Vor allem die behördlichen Hürden, die das Unternehmen zu bewältigen habe, sowie die Auflagen für eine Arbeitserlaubnis in Form einer Rot-Weiß-Rot - Karte benötigen viel Zeit und entsprechende Anstrengungen. „Da diese Fachkräfte dringend benötigt werden, hoffen wir auf ein zeitnahes Eintreffen der neuen Mitarbeiter“, bleibt Schöch optimistisch. Die AMS-Jobbörse und das Anwerben philippinischer Fachkräfte sind zwei Beispiele, wie durch innovative Projekte aus der Not eine Tugend wird und sich Perspektiven öffnen, die das Unternehmen weiterbringen und Arbeitsuchenden die Möglichkeit bietet, sich beruflich, aber auch persönlich zu entwickeln.

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Der AMS Berufsinfomat beantwortet Fragen rund um das Thema Berufe, Aus- und Weiterbildung. Er nutzt fortschrittliche KI-Technologie zur Formulierung dynamischer Antworten. Probieren Sie es aus!

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